Interview Juni 2018

Frau Schwind

Hallo Frau Schwind! Glückwunsch zum Artist of the Month im Juni. Mit einer gehörigen Portion Techno beflügelst du deine Zuhörerschaft in luftige Höhen. Für alle die dich nicht kennen, stelle dich doch kurz einmal vor.

Hallo liebes Elevator Team. Zunächst einmal ein fettes Dankeschön für die Nominierung. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich bin Tanja, komme gebürtig aus Lingen, bin 52 Jahre alt und stolze Mutter von drei tollen Kindern.

Was hat dich dazu bewegt, hinter den Decks stehen zu wollen?

Ich befasse mich eigentlich schon mein ganzes Leben lang mit Musik. Mit 13 oder 14 Jahren ging es dann los. David Bowie, Pink Floyd, Alison Moyet, Prince, Barry White, Quincy Jones und Viele mehr haben mich begleitet. Von da an war Musik aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Es war immer schon mein Traum, hinter den Decks zu stehen, aber durch die Erziehung meiner drei Kinder war nicht wirklich die Zeit und Ruhe dafür. Nun sind meine Kinder erwachsen und ich kann mir beruhigt „die Nächte um die Ohren schlagen“. (lacht)

Welcher DJ hat dich damals wie heute inspiriert, dich als Person weiterzuentwickeln und da zu stehen, wo du heute stehst?

Es gibt einige DJs und auch Clubs, die mich inspiriert haben. Prägend waren wohl auch die Elfenreigen Partys, damals im Club Depot in Münster. DJs wie Jerone, Mister B, Nathalie De Borah und Mick Matrix haben diese Nächte unvergesslich gemacht. Mick Matrix ist bis heute ein guter Freund von mir. Der Sound, die Stimmung, die Leute. Es waren legendäre Partys an die ich immer wieder gerne zurückdenke. Das war die Zeit in der ich der Housemusic verfallen war. Aber nach all den Jahren hat sich mein Musikgeschmack verändert, vielleicht weil ich mich auch verändert habe. Jetzt finde ich mich mehr im Techno / Techhouse wieder.

Was macht für Dich ein gutes Set aus?

Volle Durchtanzbarkeit und klasse Mixing ohne spürbaren Übergang.

Welchen Track spielst du momentan am Liebsten?

Patrik Berg Feat. Matt Sassari - Driving Force, aber ich könnte auch noch zehn andere Künstler aufzählen.

Gibt es Momente, in denen du dich nach wie vor als DJane gegenüber deinen männlichen Kollegen benachteiligt fühlst?

Als Frau hat man es schon etwas schwerer. Oftmals wird eine Frau auch kritischer beäugt. Im Großen und Ganzen muss ich aber sagen, dass ich diesbezüglich noch keinerlei negative Erfahrungen gemacht habe. Eher das Gegenteil ist der Fall. Die männlichen Kollegen standen mir bis jetzt immer mit Rat und Tat zur Seite.

Du wirst sicherlich einige furiose Partys miterlebt haben. Welche Anekdote möchtest du unserer Leserschaft mitgeben?

Oh, da gibt es so einige. Ich wurde z.B. mal mit einer Polizeieskorte zum Club gebracht. Jeder der mich kennt weiß, dass ich leichte Orientierungsschwierigkeiten habe. Um den Club zu finden bin ich schätzungsweise drei bis vier mal um den Block gefahren. Das viel dann auch wohl der Polizei auf und zack wurde ich angehalten. Nachdem ich mein Problem geschildert hatte, waren die Kollegen so nett und haben mich bis vor die Clubtür geleitet. (schmunzelt) Peinlich wars schon...

Team Pioneer oder Team Allen & Heath?

Schwierige Frage… Ich denke Team Pioneer. Aber auch nur, weil ich die Marke besser kenne und damit in der Vergangenheit gearbeitet habe.

Woher kennst du den Elevator und was verbindest du damit?

Ich bin damals durch Freunde auf euch aufmerksam geworden. Was für andere Frauen vielleicht das Schuhgeschäft ist, ist für mich der Elevator. Egal welches Anliegen man hat, bei euch wird man immer kompetent und mit einer Engelsgeduld beraten. Auch das man alles vor Ort testen kann ist einfach super. Wer den Elevator nicht kennt, hat einiges verpennt.

Danke für das schöne Interview und viel Erfolg wünscht dir dein Elevator Team!

Ich danke euch für das Interview und die Nominierung zum Artist of the Month!

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