Interview April 2016

NIXKOMMAZWO

Hallo NIXKOMMAZWO! Zunächst erstmal herzlichen Glückwunsch zu eurem Sieg beim Artist of the Month. Ihr habt unsere Feierabende mit entspanntem, sphärischem Afterwork-Techno versüßt. Für die, die euch nicht kennen, stellt euch doch mal kurz vor.

Moin und vielen Dank für die Wahl eurerseits!
NIXKOMMAZWO besteht offiziell seit Anfang 2014 aus uns, Alexander & Julian. Wir kommen beide aus Kiel und dort hat sich auch ohne große Hintergedanken das Projekt entwickelt. Seit Sommer 2014 bespielen wir in regelmäßigen Abständen die nördliche Region des Landes. Im Herbst 2015 hatten wir unser erstes offizielles Release in Form eines Remixes und so folgten Schritt für Schritt weitere Veröffentlichungen.

Ihr seid ein DJ-Producer Gespann, der besonderen Art. Welches Ziel verfolgt ihr mit eurem Musikkonzept?

Wir versuchen unseren Stil, vor allem in den Produktionen, nicht zu erzwingen. Unsere musikalischen Wurzeln kommen in den Tracks immer wieder durch. Vor allem die von euch angesprochenen Sphären kommen unbewusst aus Einflüssen des Trip-Hops oder sogar Fusion bzw. Progressive Rock. Unser eingebauter, natürlicher „Soundfilter“ lässt diese Sounds somit immer wieder einfließen.
Innerhalb eines Tracks versuchen wir eine kleine Geschichte zu erzählen und legen großen Wert auf Dramaturgie. Dies können kleine Veränderungen sein, die es aber bei genauerem Hinhören interessant machen. Die selbst eingespielte Percussion trägt einen großen Anteil dazu bei, da es nie zu 100% gleich klingt und uns das Human-Feel nicht künstlich erzeugt werden muss. Wir versuchen einfach Musik zu machen, die auf dem Dancefloor genug Druck hat, gleichzeitig aber auch beim Hören zuhause Spaß macht.

Auf welche Gerätschaften vertraut ihr beim Produzieren eurer Tracks und auf welche vertraut ihr, wenn ihr auflegt?

Beim Produzieren haben wir im letzten Jahr den Switch von Logic auf Ableton Live gemacht. Dabei nutzen wir was die Bearbeitung angeht sogar fast nur die programminternen Effekte (EQ, Filter, Delays, Reverbs, etc.). Was Synths und Drums angeht schwören wir auf Native Instruments und Arturia. Von Massive, Reaktor, Absynth bis hin zur V-Collection ist alles dabei. Die Maschine von NI nutzen wir in den Produktionen für Drums und Samples. Für die angesprochene, selbsteingespielte Percussion nutzen wir eigentlich alles vom Shaker, Cabasa bis hin zum Crash oder sogar einer Snare Drum.
Beim Auflegen schwören wir seit Jahren auf Traktor. Es ist für uns einfach das System, welches wir von Grund auf kennen und einfach verinnerlicht haben. Jeder von uns hat ein autarkes Setup bestehend aus einem Macbook, einem NI X1-Controller, einer Traktor A6 Soundkarte und NEO Oyaide Kabeln. Diese fließen dann in einem externen Mixer zusammen und ergeben ein gemeinsames, für uns sehr gut funktionierendes System. Julian nutzt ebenfalls noch einen F1-Controller von NI und einen DX3 von Faderfox. Auf dem damit angesteuerten Remix Deck liegen vor allem Samples aus den eigenen Produktionen, die dann je nach Bedarf angesteuert und mit Effekten manipuliert werden können. Von Drumsequenz-Loops bis hin zu One-Shots ist da alles dabei.

Woher kennt ihr den Elevator?

Wo jetzt genau der erste Kontakt mit dem Elevator herstammt, wissen wir beide gar nicht mehr genau. Aber er ist bereits seit Jahren bei uns auf dem Radar und immer wieder eine der Anlaufstellen, wenn es um neues Equipment geht. Auch der Vlog ist immer wieder sehenswert, um sich neue Inspiration zu holen.

Zuletzt möchte ich wissen was ihr euch für die Zukunft von eurer DJ-Karriere erhofft?

Derzeit investieren wir mehr Zeit in das Produzieren, als je zuvor. Viele Tracks sind bereits für zukünftige Veröffentlichungen verplant und auch ein weiterer Remix kommt im Sommer. Wir freuen uns jedes mal aufs neue, wenn unser Sound Anklang bei Labels, Hörern und natürlich auch auf dem Dancefloor findet. Das nehmen wir nicht für selbstverständlich.
Wir erhoffen uns konkret für die Zukunft einfach weiterhin so viel Spaß und Kreativität an der Sache, wie wir es bisher hatten.

Danke für das schöne Interview und viel Erfolg wünscht euch euer Elevator Team!

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