Interview Januar 2018

Roumex

Hallo Roumex! Wir dürfen das neue Jahr mit einem sehr viel versprechenden Newcomer einleiten. Für das DJ Duo geht es seit der Gründung ihres Projektes 2016 steil bergauf. Bereits nach kurzer Zeit waren sie Support für internationale Künstler wie Bart Skills (Cocoon/ Drumcode), Reinier Zonneveld (Stil vor Talent) und Felix Kröcher (Toolroom/ Terminal M). Für alle, die euch noch nicht kennen, stellt euch doch kurz einmal vor.

Hey Elevator wir sind Roumex, Philipp (26) und Johannes (26). Wir kommen beide aus der eher überschaubaren Großstadt Nürnberg. Wie bereits angekündigt gibt es uns erst seit zwei Jahren. Davon bestand das erste Jahr eher aus einem reinen DJ Set und im Folgejahr kamen dann zusätzlich Instrumente hinzu, die wir in unsere Sets integrierten und live spielen. Deephouse, Techno und vor allem mehr melodisch als monoton, da bewegen wir uns.

Anfang 2017 kam eure Debüt EP auf Pour La Vie Records, danach folgte noch im selben Jahr das Signing bei Kittball Records, eine Top 15 Deephouse Chart-Platzierung auf Beatport. War diese Entwicklung für euch in der Entstehung des Projektes Roumex absehbar?

Davon geträumt haben wir, sonst hätten wir dafür nicht so hart gearbeitet. Allerdings war es alles andere als absehbar und vor allem nicht in so kurzer Zeit. Absolut crazy!?! Für Kittball war es natürlich auch ein großes Risiko eine EP von noch völlig unbekannten Künstlern zu releasen. Ob der Sound von uns auch wirklich funktioniert wusste zu dem Zeitpunkt noch keiner, allerdings können wir uns nur unzählige Male für das große Vertrauen bedanken, welches uns entgegengebracht wurde.

Euer Setup aus dem Video „Tantalis“ offenbart euren musikalischen Background und bietet viel Raum für klassische Ideen im elektronischen Gewand. Inwiefern hat euch ein Musikstudium oder die Erfahrung aus damaligen Projekten beeinflusst?

Wir würden es als Rundumpaket bezeichnen. Wir glauben viel wichtiger war es, schon von Kindesalter Instrumente zu erlernen um ein gewisses Gefühl zu bekommen, was Melodie, Harmonien und Rhythmik angeht. Mit diesem Grundverständnis und weiteren Erfahrungen aus damaligen Projekten hatten wir einfach schon eine gute Base um nicht von 0 anfangen zu müssen.

Kann man sich auch so euren Schaffungsprozess im Studio vorstellen?

Absolut nicht! Es hat viel weniger mit Improvisation zu tun. Wir haben einfach aktuell leider nicht die Zeit für große Experimente. Sollten wir in diesem Jahr mal etwas mehr zur Ruhe kommen, werden wir definitiv auf Klangreise gehen.

Seid ihr vor eurem Projekt Roumex schon aktiv mit elektronischer Musik in Berührung gekommen?

Unsere ersten Berührungen mit elektronischer Musik kamen schon sehr früh könnte man behaupten. Es begann mit 16 Jahren, in denen wir einfach mal Lust hatten etwas Anderes kennenzulernen als das nahe gelegene Rock im Park in unserer Stadt. Letzten Endes verschlug es uns zum Melt- Festival. Wir kannten zum damaligen Zeitpunkt vielleicht 3 Acts aus dem Line-Up aber das machte nichts. Wir wollten einfach eine komplett neue Welt entdecken und diese hat uns bisher immer noch nicht losgelassen. Das Melt vielleicht einmal zu bespielen wäre für uns eine Herzensangelegenheit, vielleicht ergibt sich das mal in naher Zukunft.

Wie organisiert ihr euch im Studio, gibt es etwas, dass ihr noch unbedingt integrieren möchtet, jedoch bisher nicht die Möglichkeit dafür bestand?

Studio kann man es nicht nennen, produziert wird in Philipps 1 Zimmerwohnung, die günstigsten Einsteigermonitore, ein 120 Euro Interface, ein paar Vst`s, so schaut es in etwa bei uns im "Studio" aus. Sich Knowhow zu erarbeiten war für uns eher der wichtigere und der am Schluss bessere Schritt anstatt wie viele zu hoffen, dass teures Equipment einen automatisch besser macht. Klar, jetzt wollen wir natürlich auch etwas nachrüsten. Moog Sub37, das Universal Apollo Twin oder das neue Universal Arrow, was erst vor kurzem auf den Markt kam, wären für uns Sachen, mit denen wir gerne arbeiten würden.

Auf welche Bookings freut ihr euch am meisten, wenn es wieder auf die Piste geht?

Für dieses Jahr werden Bookings im Ausland auf dem Plan stehen. Das wird für uns natürlich eine neue, spannende Erfahrung. Wir wollen die Welt sehen und das Schöne daran ist, es werden Orte sein, die man von sich aus vermutlich nie in Betracht gezogen hätte.

Auf welche musikalischen Projekte von euch dürfen wir uns in Zukunft freuen?

Eine neue EP wird erscheinen und evtl. wird es danach die eine oder andere Kooperation mit anderen Künstlern geben. Ansonsten lassen wir uns überraschen wohin die Reise geht. Mehr wird nicht verraten! ;)

Woher kennt ihr den Elevator und was verbindet ihr damit?

Wir sind erst wirklich in Münster darauf aufmerksam geworden als wir bei der MIGHTY JUNGLE Veranstaltung in der Sputnikhalle gespielt haben, das war vor knapp einem Jahr. Einer der Veranstalter hat euch wärmstens Empfohlen. Für uns nun mittlerweile nicht mehr wegzudenken!

Danke für die Zeit und das tolle Interview. Viel Erfolg für die Zukunft!

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